Mercure Hotel Amsterdam "City"

=== Hallo liebe Leserinnen und Leser ===

Meine Mutti wünschte sich schon lange Jahre nach Amsterdam zu fahren, um dort die herrlichen Grachten und blühende Blumen anschauen zu können. Amsterdam hatte sie vor einigen Jahren in einer Dokumentation im Fernsehen näher kennen gelernt und seitdem träumte sie von einem Aufenthalt dort. So dachte ich mir, dass es kein besseres Geschenk geben könnte. Zu Weihnachten und zu ihrem Geburtstag im Frühjahr schenkt ich ihr nun einen Aufenthalt mit ihrer Tochter, die sie auch nicht sehr oft sieht, und meinem Freund und seiner Mutti. Wir haben also einen klassischen Urlaub zu viert machen können.

Mein Freund und ich waren im Reisebüro und suchten nach dem passenden Hotel. Zuvor hatte ich schon einige Wochen im Internet gesucht und dort aber nur komische Angebote gefunden bzw. wurde nie gesagt oder gezeigt, ob das Hotel direkt an der Straße liegt oder nicht. Nun ja die Dame im Reisebüro empfahl uns dann das Mercure Hotel, da es gerade zu einem Sonderpreis über ein verlängertes Wochenende zu ergattern war und weil es zentral aber abgelegen liegen sollte. „Na das ist ja praktisch!“ dachten mein Freund und ich und buchten direkt das Mercure Hotel mitten in Amsterdam direkt an der Amstel.

 

=== ALLGEMEINES ===

Zimmer: 368

Preise: zwischen 110 und 119 Euro pro Nacht und Person

Kategorie: das Hotel trägt 4 Sterne.

Entfernung bis zur Innenstadt: 4,47km

 

Adresse:

Mercure Hotel Amsterdam City

Joan Muyskenweg 10
1096 CJ AMSTERDAM
NETHERLANDS

 

Kontakt zum Hotel:

Tel. (+31)20/7219176

Fax. (+31)20/6948735

H1244@accor.com

 

=== ANKUNFT ===

Als wir ankamen, waren wir von der Größe des Hotels erst einmal überrascht, denn es hatte schon von außen erkennbar sehr viele Stockwerke und ich fühlte mich ein wenig an meine Zeit als Kind in einem Berliner Block erinnert.

Mein Auto durfte ich auf einen bewachten Hotelparkplatz abstellen. Dazu musste ich einfach nur durch eine Schranke durchfahren und ein Ticket ziehen. Meine Mutti verriet mir später, dass ich dieses Ticket vor dem Ausfahren an der Rezeption tauschen könnte gegen eines ohne Wert.

Spät am Abend, erst so gegen 1 Uhr in der Nacht, kamen mein Freund und ich im Hotel an. Unsere Muttis warteten bereits in der Hotellobby auf uns. Sie hatten bereits im Hotel gegessen und uns schon ein Willkommensbier bestellt. Trotz unserer späten Ankunft wurden wir freundlich begrüßt und wir sahen sogar noch Hotelpersonal, welches noch arbeitete. Die Rezeption war 24 Stunden lang besetzt, so dass auch späte Gäste noch eine Chance hatten. Besonders toll fand ich den ersten Eindruck, den das Hotel bei mir hinterließ. Das Design der Lobby und des Barbereiches war einfach wunderbar. Man fühlte sich direkt wohl. Einige Hotels habe ich ja jetzt bereits gesehen, aber das überraschte mich wirklich. Ich erinnerte mich sofort an die Zeitungen beim Arzt, die sich mit Design beschäftigen, denn einige Möbel- und Designstücke der Lobby kannte ich bereits hier draus. Auch mein Freund war vom offenen und super hübschen Design fasziniert und das ist bei ihm gar nicht so leicht.

Das Bier schmeckte sehr erfrischend und mitten in diesem guten Design vergaßen wir ein wenig die Strapazen der langen Autofahrt.

=== DAS ZIMMER ===

Unsere Muttis hatten uns bereits die Zugangskarten zu unserem Zimmer besorgt. Jeder Gast bekommt eine, d.h. auch bei uns als Pärchen bekamen wir zwei. Wie sich später herausstellte, brauchten wir diese praktische Mitgift aber auch.

Der erste Eindruck des Zimmers war ebenso gut: es ist stilvoll eingerichtet und hat ein komisches Bild über dem Bett. Die Nachttischlampe passte zur großen Lampe und alles im Zimmer war aufeinander abgestimmt worden. Hier hatte sich jemand wirklich Gedanken gemacht und der Innenarchitekt hat sehr gute Arbeit geleistet. Unser Doppelzimmer war groß genug für zwei, aber bei der dritten oder gar vierten Person im Zimmer war es schon wieder zu klein. Der Raum war gerade so groß, dass das Bett hineinpasst und ein Tisch mit Minibar (& Nachttischlampe) genau gegenüber stand. Die große Fensterfront zeigte den schönen Ausblick auf die Nacht von Amsterdam, so die Theorie. Hier jedoch war Amsterdam noch ein Weilchen weg und wir sahen eher die Bundesstraße, auf der wir gekommen waren. Ich machte den Vorhang also schnell wieder zu. Aber auch wenn der Ausblick nicht perfekt war, so kommt es gerade nach einer langen Autofahrt auf das Schlafen an. Wir verabredeten uns mit unseren Muttis also für den nächsten Morgen zum Frühstücken, da wir ja noch einiges von Amsterdam angucken wollten.

Am nächsten Morgen hatten wir sehr gut geschlafen und auch unsere Muttis wirken schon etwas ausgeruht, also die Betten und vor allem die dicke Matratze im Hotel kann ich wirklich empfehlen. Sie ist nicht zu weich, aber auch nicht hart. Es ist also für jeden bei dieser Matratze etwas dabei. Die Kissen empfand ich als zu klein, aber ich brauche auch immer riesen Kissen, weswegen ich das jetzt nicht negativ werten würde.

Das Bad

Auch im Bad wirkte sich stilsicher der Innenarchitekt ein wenig aus. Trotz der geringen Größe des Bades wurde hier eine Badewanne untergebracht, was sehr zum Erstaunen meines Freundes war. Diese nutzten wir dann auch mehrmals, vor allem nach unserem Fußmarsch durch Amsterdam, wo wir im Nieselregen Amsterdam erkundet hatten.

Dazu gab es im Bad noch einen sehr großen Nachttisch mit einem riesen Spiegel darüber hängend und natürlich eine Toilette. Hierbei bestand für mich ein kleiner Nachteil: man musste sich direkt im Spiegel ansehen, wenn man auf der Toilette saß oder die Augen zumachen. Das konnte man wählen.

Im Bad findet man kleine Shampoo- und Duschbadfläschchen sowie Kernseife und Zahnputzbecher aus Plastik. Auch das ist längst nicht mehr in allen Hotels Standard, gehört aber für mich dazu.

 

An der Sauberkeit im gesamten Zimmer konnte ich nicht meckern. Wir erlebten kein Haar in unserem Bad oder in unserem Bett. Dazu bekamen wir während unseres dreitätigen Aufenthaltes unser Zimmer zweimal frisch gemacht. Hierbei achte ich aber immer stark darauf, dass die Handtücher nicht nach einmal Benutzen ausgetauscht werden. Denn der Umweltsticker, den man auch in diesem Zimmer wieder finden konnte, hat mich ganz schön geprägt. Wisst ihr wie viel Tonnen Handtücher jeden Tag in Hotels gewaschen werden? Wenn man nur einen Tag da ist, ist das ja klar. Ich möchte auch nicht das Handtuch meines Vorgängers benutzen müssen, aber bei mehreren Tagen Aufenthalt, da kann man das schon mal über sich ergehen lassen. Schließlich wechselt ihr zu Hause ja auch nicht jeden Tag die Handtücher- oder?

=== ESSEN & TRINKEN IM HOTEL ===

Unter diesem Punkt muss ich ganz stark zwischen Frühstück und dem Restaurant unterscheiden, deswegen werde ich hier zwei Absätze machen.

 

FRÜHSTÜCK

Auch für das Frühstücksbuffet steht wieder freundliches Personal bereit: schon wenn man auf den Frühstücksraum zutritt, den man auch ganz leicht ohne Führung erreichen kann (hier laufen nämlich morgens alle Gäste hin), begrüßt eine freundliche Servicekraft die Gäste und fragt nach der Zimmernummer. Hierfür muss man sich aber nicht einfach nur „21“ merken, sondern auch den Stock, da es auf jedem Stock des Hotels die „21“ gibt. Wenn man diese Hürde auf Englisch genommen hat, darf man sich an den zugewiesenen und extra für einen freigehaltenen Tisch hinsetzen. Hierbei empfiehlt es sich bei einer Reisegruppe (z.B. vier Leute) auch als Reisegruppe zur Servicekraft zu gehen. Ansonsten bekommt man getrennte Tische. An einem Tag gelang es uns und am anderen leider nicht.

Das Frühstücksbuffet ist reichhaltig und für jeden ist etwas dabei. Vor allem die verschiedenen warmen Speisen am Morgen hatten es mir angetan. So kann man Nürnberger Rostbratwürstchen mit Rührei oder auch Bacon zu sich nehmen. Dann gibt es noch eine Reihe mit verschiedenen Müsli- und Joghurtsorten und mehrere feststehende „Wägen“ mit Brot. Es gibt kein getoastetes Brot, das muss man sich selbst toasten. Dafür steht ein altertümlicher, aber sehr gut funktionierender, Toaster zur Verfügung. Für mich war dieses Gerät zu kompliziert, aber mein Freund konnte es knacken. ;-) Das Brot war sehr lecker und ich entfernte mich von den Brötchen am Morgen, sondern nahm nur Brot zu mir. Wurst und Käse fehlt natürlich auch nicht.

Zudem gab es eine sehr große Auswahl an Kaffeespezialitäten, die man sich direkt aus einer WMF Kaffeemaschine selbst herauslassen konnte. So musste man nicht warten, bis eine Servicekraft Zeit hatte, sondern konnte sich direkt selbst bedienen. Da ich ja ebenso Kakao sehr gerne mag, blieb diese Leidenschaft von mir ein wenig auf der Strecke. Das Hotel bat nur einen Pulverkakao an, der mir aber nicht schmeckte. So blieb ich bei Milch oder eben Kaffee und Saft. Bei den Säften bin ich wegen meinem Magen sehr kritisch und so trank ich bei meinem ganzen Aufenthalt nur den milden Multivitaminsaft. Der war wirklich mild und sehr lecker. Jedoch war dieser Saft sehr oft leer und die Servicekräfte kamen nicht ganz hinterher.

Das eine Mal beim Frühstück erlebten wir etwas Sonderbares mit: die Lichter und die Hintergrundmusik ging aus. Die Kaffeemaschinen waren plötzlich nicht mehr beleuchtet. Das war ja mal vielleicht komisch. Danach kamen einige Männer in Anzügen und verbreiteten eine leichte Unruhe. Das Personal löste diese Situation bravourös, denn die Gäste blieben alle ruhig sitzen und frühstückten weiter. Aber auch nach dem Frühstück sahen wir, dass im gesamten Hotel kein Strom funktionierte. Somit auch kein Aufzug und zum Glück hatte ich schon alle meine Sachen zusammen, damit ich losgehen konnte. Mein Freund und beide Muttis mussten noch einmal hoch: in den achten Stock!

ABENDESSEN

…solltet ihr nicht im Hotel. Da es aber in der Gegend rund um das Hotel kein richtig erkennbares Restaurant gab, waren wir den einen Abend gezwungen etwas im Hotel zu uns zu nehmen. Unsere Muttis hatten uns bereits von ihrem Erlebnis am ersten Abend erzählt. So hatten sie ein Steak bestellt, was gar nicht schmeckte, aber dafür knapp 30 Euro zahlen müssen. Außer die Getränke sollte man im Hotel nichts zu sich nehmen können. Nun mein Freund und ich stoßen ja nicht immer vor Erzählungen zurück und lassen uns das gern selbst beweisen. So probierten wir „Fish & Chips“ für knapp 15 Euro und ein Mousse O Chocolat für knapp 10 Euro. Das Schokomousse war lecker und völlig in Ordnung. Die Fish & Chips leider nicht so toll, denn der Fisch war nicht durch, sondern roh. Auf die Frage, warum das so sei, sagte der Kellner nur, dass er das nur so kenne und es schmeckt doch. Mein Freund war aber mit rohem Fisch sehr heikel und das sicherlich auch nicht umsonst.

Nun ja das Essen an sich war wirklich nicht gut und dafür dann auch noch viel zu teuer. Da wir beide nicht satt geworden waren, nahmen wir noch ein paar Kleinigkeiten zum Snacken, aber auch diese waren nicht unbedingt für ihre Qualität zu loben. Wir aßen sie auf, weil Hunger und Geiz und so, aber unter anderen Umständen hätte ich sie weder gegessen noch bezahlt.

Also esst nicht im Hotel, sondern findet lieber in der Innenstadt von Amsterdam ein schönes Restaurant und genießt dort euer Essen, bevor ihr im Hotel nicht so gute Nahrung zu einem horrenden Hotelpreis zu euch nehmen müsst.

BAR

...

Vom Essen abgesehen empfanden wir die Bar als sehr gemütlich und obwohl bei unserem Aufenthalt zu wenig Servicepersonal für die hohe Gästezahl vorhanden war, wurden wir regelmäßig bedient und freundlich behandelt.

Man kann in der Bar gut und gern mehrere Stunden verweilen und bei einem Geschäftstreffen würde ich mich sehr gerne im Anschluss mit einem Geschäftspartner hier unterhalten. Die Preise für Bier, Schnaps und Wein sind natürlich den oberen Hotelstandards angemessen und deswegen wird man hier nicht betrunken, es sei denn man schaut nicht aufs Geld.

=== FREUNDLICHKEIT DER MITARBEITER ===

Mehrmals habe ich ja nun schon zwischendrin erwähnt, dass ich die Freundlichkeit der Mitarbeiter sehr gut fand. Sie kamen uns wirklich immer entgegen und tragen uns als Gäste buchstäblich auf den Händen. Besonders der eine Mann von der Rezeption hatte es meiner Mutti angetan, denn er konnte Deutsch sprechen und sie musste dann sich nicht mit Englisch rumplagen. Er informierte uns dann auch darüber, dass es eine Blumenplantage gibt, die sich unbedingt anschauen sollte. Er wusste ja, dass wir mit den eigenen Autos angereist sind und deswegen druckte er uns bereitwillig die Adresse des Parks aus und wies uns ein wenig den Weg dorthin. Trotz Nieselregen konnten wir so den „Keukenhof“ genießen und ohne den lieben Herren wären wir wahrscheinlich nicht auf diese Plantage aufmerksam geworden. Mein Wunsch nach Madame Tussauds oder einem Gruselkabinett wurde von den Muttis und meinem Freund nicht erhört, deswegen gab auch ich mich geschlagen.

Aber nicht nur der Herr an der Rezeption war nett, sondern auch als beide Muttis mangels ihrem Verständnis für die englische Sprache mit dem Personalaufzug fuhren, freute sich der Putzmann über die Abwechslung in seinem Fahrstuhl und wurde nicht unfreundlich. Auch die anderen beiden Tage wurden wir von jedem uns treffenden Personal freundlich behandelt und immer angelächelt.

Das finde ich in einem Hotel sehr wichtig, denn ich bin ja schließlich zur Erholung da.

=== WELLNESSBEREICH ===

Zur Erholung tragen ja nicht nur die freundlichen Mitarbeiter des Hotels bei, sondern vielleicht auch eine Sauna oder allgemein ein kleiner Wellnessbereich. Dass ich mit dem Mercure Hotel kein Wellnesshotel in Amsterdam gebucht habe, das war mir schon klar. Denn wenn ich wirklich Wellness pur haben möchte, dann fahre ich nach Österreich oder bleibe im eigenen Land, aber ein wenig wurde versprochen und dann möchte das meine Testerherz auch mal nachschauen gehen. Den einen Abend hatten wir nach Blumen und Meer in Den Haag anschauen noch ein wenig Zeit abends im Hotel und dann wurde der Wellnessbereich ausprobiert.

Wenn ihr in den Wellnessbereich gehen wollt, müsst ihr ungefähr 30 Minuten vorher Bescheid geben, damit jemand die Sauna anschalten geht.

Auf den Weg in den Wellnessbereich müsst ihr durch den Empfangsraum der Tagungsräume durch. Dies finde ich etwas unpraktisch gemacht, aber zum Glück waren an dem Wochenende ja keine Geschäftsleute da, die gerade wichtige Dinge zu besprechen hatten. Und wenn dann hätten sie sicherlich nicht alle über mein knallig blaues Handtuch gesprochen. ;-)

Dann kam die erste Enttäuschung: in dem verwinkelten Wellnessbereich befand sich ein Sportraum mit 3 Geräten (zwei Fahrrädern und eine „Muckistation“), ein gefliester Raum, von dem nochmals ein Raum abging. Dies war dann die erhoffte Sauna, dazu gab es ein Abkühlbecken, was sehr tief war. Das war dann schon der Wellnessbereich, der auch als solcher im Aufzug angepriesen worden ist.

Davon war die Sauna leider nicht angeschaltet, trotz dass wir Bescheid gegeben hatten und der Wellnessbereich noch nicht geschlossen gewesen war. Das kleine aber tiefe Abkühlbecken war auch nicht mit Wasser gefüllt. So blieb uns eigentlich nur der Sportraum und ein kleines Dampfbad, was gerade mal für 6 Personen Platz gelassen hatte. Es tat mir sehr gut ein wenig Sport zu machen und dabei durch das kleine Fenster auf den Mond von Amsterdam zu schauen, aber danach wäre ich trotzdem gerne noch in die Sauna gegangen.

Für ein Hotel mit 368 Zimmern, was also über 700 Gäste beherbergen kann, empfand ich diesen Wellnessbereich als viel zu klein.

=== SAUBERKEIT ===

Dennoch muss ich noch einmal die Sauberkeit im Hotel loben: nicht nur unser Zimmer und unser Bad war immer in einem super sauberen Zustand, sondern auch die Lobby war immer sauber. Obwohl draußen Matschwetter herrschte und die Leute mit verschmierten Schuhen rein gekommen waren. Zudem gab es keine Teppiche, die dreckig waren und auch am Frühstückstisch wurde immer sehr viel Wert auf Sauberkeit gelegt.

Selbst die Toiletten im Restaurant waren sehr sauber und auch das Personal selbst wirkte sehr gepflegt. Hier im Mercure Hotel haben wir einen sehr hohen Standard für Sauberkeit und Ordnung erleben dürfen, danke dafür!

=== LAGE & UNTERNEHMUNGSMÖGLICHKEITEN ===

Die Lage des Hotels finde ich nicht so toll und auch einige andere Gäste, die aus Deutschland kamen und dieses Hotel extra wegen seiner Citylage gebucht hatten, empfanden das „City“ im Namen eher als unangenehmen Zusatz vermerkten. Dies kommt aber daher, dass es noch ein anderes Mercure Hotel in den Niederlanden gibt und das am Flughafen in Amsterdam ist. Deswegen Mercure „City“ und „Airport“. Das kann man aber leider nicht wissen, wenn man nicht schon einmal dagewesen war.

Bei schönem Wetter kann man aber rund um das Hotel direkt an der Amstel spazieren gehen. Am besten kauft man sich dazu noch ein Amstel aus dem gekühlten Automaten des Hotels und schon ist man zufrieden.

Wem das nicht reicht, kann ca. 5 Minuten bis zur U-Bahnstation laufen und mit der U-Bahn in das Zentrum von Amsterdam fahren. Das haben wir leider nicht gemacht, sondern wir wählten das Taxi aus. Das Taxi brauchte uns für knapp 25 Euro (!!!) in die Innenstadt Amsterdams, um die Tourifleckchen anschauen zu können. Auch zurück fuhren wir mit dem Taxi und dann am Abend waren wir aber nur 20 Euro los. Wir sind aber am Abend noch einen Umweg gefahren, weil es eine Umleitung gab. Komisch die Taxipreise, aber nun gut.

 

Die Unternehmungsmöglichkeiten rund um das Hotel sind also nicht so berauschend, aber dafür bietet das Hotel selbst einige Möglichkeiten, denn man kann sich direkt im Mercure z.B. E-Bikes und normale Fahrräder mieten, mit denen man die Welt Amsterdams erkunden kann. Das wäre genau so teuer gewesen, wie eine Taxifahrt ins Zentrum.

Leider spielte bei uns das Wetter nicht mit, weswegen wir auf diese Dinge angewiesen waren, die uns ein Dach über dem Kopf bescherten.

 

=== ROLLSTUHLGEEIGNET ===

Da einige Menschen nicht so gut zu Fuß und auf einen Rollstuhl angewiesen sind, möchte ich hier noch kurz klarstellen, dass das Mercure Amsterdam „City“ Hotel gut für Rollstuhlfahrer zu erreichen ist. Auch innerhalb des Hotels können sich Rollstuhlfahrer gut bewegen. Besonders das Restaurant, die Lobby und auch das Hotelzimmer sind gut zu erreichen. Allerdings sollte der Strom nicht gerade ausfallen, wenn ihr dann in euer Zimmer wollt, denn dann funktioniert der barrierefreie Aufzug leider nicht.

Aber ich denke auch hier würden die sehr servicebereiten Mitarbeiter des Hotels eine Lösung für jeden Menschen finden.


== °°FAZIT°° ==

Trotz der Kleinigkeiten im Hotel habe ich mich während meinem gesamten Aufenthalt sehr wohl gefühlt. Trotzdem werde ich, wenn ich Amsterdam City noch einmal besuchen möchte, mir ein Hotel weiter in der Stadt besorgen. Wenn ich nur zum Blumen schauen komme, dann werde ich eine Ferienwohnung auf dem Land bevorzugen. So können sich Gegensätze vereinen.

DESWEGEN: 4*Sterne und eine Empfehlung für alle, die ein gutes Hotel in den Niederlanden in der Nähe von Amsterdam brauchen

 

=== Kleine Zusammenfassung: ===

+ Freundlichkeit aller Mitarbeiter

+ leckeres Frühstück

+ Sauberkeit der Zimmer und des gesamten Hotels

+ Design im Hotel

 

- Das Abendessen

- Lage nicht richtig in der Innenstadt, aber auch nicht außerhalb

- Wellnessbereich

 

 

Liebe Grüße,

eure Jasmin

High Peak Strandmuschel "mitjana"

=== Hallo liebe Leserinnen und Leser ===

Auch wenn ich meinen Bericht im Winter schreibe, möchte ich euch heute über ein Produkt berichten, welches man eher im Sommer gebrauchen kann: über eine Strandmuschel. Im Sommer waren mein Freund und ich kurz vor unserem Sommerurlaub in einem Sportgeschäft, um dort Federballschläger mit Bällen und Tennisbälle zum Werfen zu finden. Beide Dinge haben wir gefunden. Dazu sahen wir aber noch etwas Interessantes, was durch eine Rabattaktion im Sportgeschäft noch interessanter wurde: eine Strandmuschel von High Peak. Wir ließen sie uns vom Fachpersonal aufbauen und waren überrascht, wie schnell sie steht und wie schnell man sie mit den richtigen Handgriffen wieder zusammen gebaut bekommt. Deswegen mussten wir sie mitnehmen, außerdem war eine Strandmuschel für den Griechenlandurlaub ja nicht ganz so abwegig und schon wartete sie an der Kasse, bis wir mit dem Stöbern im Laden fertig waren. Wir nahmen sie mit und probierten daheim nochmal sicherheitshalber Aufbau und Abbau aus. Unsere Katzen sahen dem ganzen Spektakel belustigt und sehr interessiert zu.

Der Transport nach Griechenland war auch kein Problem, da wir ja mit dem Auto zu unserem Lieblingsziel unterwegs waren. Wir hatten also die Strandmuschel „Mitjana“ von High Peak in der Farbe orange-türkis ergattert und mit nach Griechenland gefahren. Dann musste sie ja auch ausprobiert werden.

 

=== Allgemeines zum Produkt ===

Inhalt: 1 Strandmuschel, Stangen, Heringe, Aufbewahrungs- und Transporttasche

Preis: 32,95 Euro (wir haben nur 22,95 Euro bezahlt)

EAN- Code: 4-001690-100472

Gewicht: 1,3 Kilogramm

Maße: 245 x 145 x 95 cm

Hersteller: www.highpeak-outdoor.com

 

=== Aufbau ===

Der Aufbau ist eigentlich sehr schnell erklärt, denn die Mitjana Strandmuschel macht alles von allein: ihr braucht sie bloß aus der Tasche zu lassen und ein wenig von euch weg halten- schon faltet sie sich allein auf.

Wenn ihr dann noch einen sicheren Stand haben wollt, könnt ihr sie noch mit Heringen zusätzlich befestigen. Dies haben wir allerdings nicht gebraucht, es sei denn wir hatten Wind oder es war auch nur Wind angesagt, dann haben wir sie auch fest gemacht.

Ansonsten ging der Aufbau wirklich innerhalb von Sekunden ganz allein. Das ist wunderbar, gerade wenn man in schwierigen Gefilden seine Strandmuschel aufstellen möchte. Auch wenn der Name sie für den Strand auserkoren hat, kann man Mitjana ja auch in den Bergen beim Wandern nutzen und genau hier hat man dann manchmal schon Probleme, wenn man für den Aufbau zu lange braucht.

 

=== Tägliche Benutzung der Mitjana Strandmuschel ===

Mann kann Mitjana sehr gut für den Strand nutzen und wir haben sie vorrangig auch für den Strand genutzt. Hier haben wir sie allerdings nicht nur am schönen feinen Sandstrand aufgestellt, sondern sie hat uns auch in wunderbaren kleinen Buchten an der Ägäis gute Dienste getan.

Wir hatten sie über einen Zeitraum von 3 Wochen wirklich jeden Tag mit am Strand und in den Buchten, so dass sie fast dauerstrapaziert wurde. Dort musste sie sich fiesen Sandkörnern, nicht gerade anschmiegsamen Steinen und ekligem Salzwasser aussetzen. Zudem musste sie ihre Besitzer aushalten, wenn sie mal in ihr drin lagen und den Schutz vor der knallenden Sonne suchten.

Mitjana eignet sich super zum Schlafen am Strand oder in den Buchten. Dadurch dass man einen rundum Sonnenschutz hat und am Boden speziellen luftdurchlässigen Stoff, wird einem nicht ganz so heiß und man ist vor Sonnenbrand geschützt. Allerdings wird einem trotz dem luftdurchlässigen Stoff irgendwann doch heiß (aber nicht so schnell wie in herkömmlichen Strandmuscheln). Dann muss man eben aufstehen und mal kurz ins Meer hüpfen! Die Getränke werden aber trotz fehlender Kühltruhe in der Strandmuschel nicht heiß, sondern bleiben angenehm trinkbar. Nach 10 Stunden in der Bucht, war aber auch diese Beobachtung hinfällig. Deswegen möchten wir hiermit klarstellen, dass eine Strandmuschel nur aufgehobene Zeit in der Sonne bedeutet, irgendwann muss man eben doch wieder ins Wasser (dafür ist man ja auch am Meer!) oder wieder zurück ins Ferienhaus oder Hotel.

Die Taschen der Mitjana sind strapazierfähig und können auch schwere Dinge, die Muscheln oder Steine beherbergen, ohne dass sie gleich kaputt gehen.

Zudem diente mir die Mitjana sehr als Schutz für meine teure Kamera, die nun wirklich nicht pur der Sonne ausgesetzt sein sollte und nicht über 45°C Betriebstemperatur haben darf. Diese Temperaturen erreicht man im Hochsommer in einem warmen Land jedoch gerne mal sehr schnell und daher schützt eine Strandmuschel ungemein.

Und natürlich schützte sie auch mich enorm vor Sonnenbrand ;-) Ich war froh nach einem minutenlangen Ballspielen wieder in die Strandmuschel zu dürfen und einen Schluck von trinkbarem Eistee zu trinken.

 

=== Reisen mit der Strandmuschel ===

Was mir bei der Benutzung aber noch aufgefallen ist, dass die Transporttasche der Strandmuschel Mitjana ganz schön groß ist. Dies hat ja zum einen mit der Größe der Strandmuschel zu tun (sie reicht locker für 2 Personen und ist auch für 3 Personen geeignet), aber zum anderen ja auch mit den Alustangen der Strandmuschel.

Dies war für uns nun weniger unhandlich, denn wir sind ja mit dem Auto bis nach Griechenland und zurück gefahren, so dass wir hier keine Probleme hatten. Doch wenn ich mir vorstelle, dass man jetzt mit diesem großen Paket (Durchmesser bestimmt 1 Meter) im Flugzeug reisen soll, dann stelle ich mir das schon etwas kompliziert vor. Zum mindesten muss man das dann doch mit dem Reiseveranstalter extra abklären. Wenn man mit dem Bus zum Beispiel zum Gardasee fährt, dann stelle ich mir das auch noch unkompliziert vor. Doch reise mal mit dem Motorrad und nehme diese Tasche mit- das wird dann erstmal richtig kompliziert!

 

Aber auf Wanderungen ist sie gar nicht umständlich, denn die Tasche ist zwar groß, aber wiegt nicht viel. So kann man locker noch seine Taucherlatschen und andere Tauchausrüstung mit in die Tasche tun und diese dann über der Schulter tragen. Zwei zusätzliche Träger an der Tasche für den Rücken wären noch sehr praktisch gewesen, aber diese kann man sich ja aus den Trageträgern zusammen bauen bzw. man muss halt etwas kreativer werden. ;-)

=== Robustheit ===

Während unserer häufigen Strandgänge konnten wir feststellen, dass die Strandmuschel wirklich sehr robust ist.

Denn egal ob man sie im weichen Sand, auf den kluftigen Felsen oder auch direkt im Wasser abstellt, sie verformt sich zwar gemäß dem Untergrund, aber sie geht nicht kaputt. In den kleinen Fächern der Strandmuschel packten wir unsere Wertsachen rein und auch die Sonnenbrillen, wenn wir gerade auf einem Tauchgang waren.

Man sollte sie mit Sicherheit nicht auf einem Meer aus Scherben abstellen oder nicht direkt auf nach oben stehende Nägel, aber wenn man sie mit guten Verstand benutzt, dann kann man sich noch lange an ihr erfreuen.

Nach unserem Urlaub hat sie keine Kratzer gehabt, was mich wirklich sehr verwundert. An den Alustangen, die in den Boden kommen, sieht man ganz kleine Abschürfungen, so dass man die Strandmuschel einem geschulten Auge nicht mehr als neu verkaufen könnte, aber ansonsten hat sie wirklich gar nichts.

 

Was ich auch noch wichtig finde: von der Reinigung und auch von der extremen Sonne passiert dem Stoff nichts. Er hat weiterhin seine leuchtend orange und türkise Farbe behalten. Das ist leider bei unserem großen Familienzelt nicht mehr so, obwohl es auch nur eine Saison lang benutzt worden ist.

 

=== Reinigen der Strandmuschel ===

Unsere Mitjana Strandmuschel lässt sich wirklich einfach reinigen. Am Ende des Urlaubes haben wir sie mit Süßwasser abgespritzt und dann in der Sonne trocknen lassen. Das finde ich eine sehr einfache Reinigungsalternative. Ansonsten kann man auch Trockenshampoo für Zelte verwenden, aber von diesen Chemiekeulen bin ich selbst nicht so überzeugt, deswegen überlassen wir lieber dem Wasser die Reinigung.

Unser Zelt sieht jetzt noch aus wie neu. ;-)

 

=== Abbau ===

Eigentlich klingt der Abbau sehr leicht und man würde sich denken, dass der Abbau einer Strandmuschel einfacher geht, als der Aufbau. Bei einer Wurf-Strandmuschel ist dies allerdings komplett anders, hier dauert der Abbau länger als der Aufbau, denn zusammen klappen tut sie sich leider nicht alleine.

Die „Bedienungsanleitung“ der Mitjana gibt zwar Bilder für den Abbau wieder, aber leider keine passgenauen und so kann man sich auf diese auch nicht verlassen. Entweder übt man also ein paar Minuten, bis man den Abbau perfektioniert hat oder man stellt sich einfach der Herausforderung in der „Wildnis“ die Strandmuschel zusammen klappen zu wollen.

Wir entschieden uns für den ersten Weg und haben es zuerst in der Wohnung perfektioniert, dann nochmal an unserem Ferienhaus geübt und erst dann in der „Wildnis“ live aufs Exempel gestellt- und siehe da- so schwer ist das gar nicht.

 

Zu erst alle Alustangen zusammenführen, dann in der Mitte knicken und dann rutschen die einzelnen Felder von allein zusammen (durch die Statik der Alustangen). Dann so schnell in die Tasche, so dass sich die Strandmuschel nicht wieder selbst aufbauen kann und schon habt ihr sie wieder zusammengebaut und auch gleich verpackt.

 

Das klingt jetzt etwas einfach, ist aber wirklich eine Übungssache und hätte uns der Fachverkäufer den Abbau nicht fachmännisch gezeigt, dann hätten wir hier wahrscheinlich auch viel länger dran gestanden und ausprobiert.

 

Dafür funktioniert dieser Abbau auch wenn es am Meer sehr windig wird und ein Sturm aufzieht, schnell Strandmuschel zusammengebaut und abgehauen. Das funktioniert mit der Mitjana Strandmuschel von High Peak sehr gut. Doch auch bei knallender Sonne hat man so weniger Probleme, da man den heißen Sonnenstrahlen wenige Zeit wegen dem Abbau ausgesetzt ist. Wenn man den Abbau wirklich sehr gut kann, dann ist man mit dem Abbau genauso schnell, wie sich die Strandmuschel von allein aufbaut- das ist möglich!

 

=== Wer ist High Peak? ===

„High Peak ist eine der führenden Camping Marken und steht für Innovation – Design – Funktion. Die Zielsetzung von High Peak ist seit über 30 Jahre Camping und Outdoor Aktivitäten für Jedermann so angenehm wie möglich zu gestalten.
High Peak ist ein Komplettanbieter für Camping- und Outdoor Produkte mit dem Ziel ein stimmiges Preis-/Leistungsverhältnis zu bieten.“

(von der Internetseite übernommen)

 

 

 

=== Service von High Peak ===

Nach unserem Urlaub landete die Strandmuschel natürlich im Keller, denn wir brauchen sie ja in unserer Wohnung eher seltener. Dann habe ich den Keller aufgeräumt und dabei gesehen, dass der Reißverschluss der Strandmuscheltasche nicht mehr aufgeht. Da aber in der Tasche noch unsere Taucherlatschen versteckt sind, wollte ich diese unbedingt haben. Nun der Reißverschluss ging auch nach mehreren Spülungen nicht auf und dann habe ich High Peak angeschrieben.

Nach Erklären meines Problems und der Darstellung, dass ich meine Strandmuschel sonst nicht mehr nutzen könnte, sendete man mir eine neue Tasche zu. Nun zwar hat die Tasche nicht die gleiche Farbe wie meine Strandmuschel, aber ich habe eine neue und ich kann meine Strandmuschel wieder benutzen.

Also kann ich diesmal sehr positive Aussagen zum Service machen: „High Peak- da werden sie geholfen!!!“.

 


== °°°FAZIT°°° ==

Mit der Wurfstrandmuschel „Mitjana“ von High Peak macht man nichts falsch, denn sie ist robust und lässt sich gut reinigen. Sie kann durch ihre Leichtigkeit gut getragen werden und leicht auf- und abbauen. Zudem ist sie nicht teuer für so eine gute Qualität.

DESWEGEN: 5*Sterne und eine Empfehlung

 

Liebe Grüße,

eure Jasmin

High Peak Wurfstrandmuschel "mitjana" in den Farben: orange-türkis
High Peak Wurfstrandmuschel "mitjana" in den Farben: orange-türkis